Der Traversenbalken wurde speziell für einen Kunden gemacht, der eine Tragkraft von 13 Tonnen und eine Spannweite von 20,6 Metern brauchte, was dem Abstand zwischen den Kranhebe punkten an der Unterseite der Karosserie entspricht.
Die größte Einschränkung war das Gewicht des Querträgers, das zusammen mit dem Zubehör unter 3.000 kg bleiben musste, weil der Kran, den wir zum Bewegen der Karosserien hatten, nur 16 Tonnen heben konnte. Eine weitere Einschränkung war die maximale Hubhöhe des Krans, die bei 8,0 m lag.
Der Querträger musste auch zwei verschiedene Karosserietypen mit unterschiedlichen Schwerpunkten heben können.
Unser Unternehmen war das einzige von den befragten Firmen, das so eine anspruchsvolle Aufgabe meistern konnte, die das Design, die Bewertung, die Herstellung und die Lieferung von zwei Querträgern umfasste.
Bei der Konstruktion der Traverse ging’s vor allem darum, dass sie möglichst viel aushält, aber nicht zu schwer ist. Laut Norm musste sie das Dreifache ihrer eigenen Last, also 39 Tonnen, plus ihr eigenes Gewicht tragen können.
Der Querträger wurde als dreieckiges Raumfachwerk aus runden und quadratischen warmgewalzten hochfesten Stahlrohren konstruiert. Um das Gewicht zu reduzieren, wurden je nach Belastung der jeweiligen Elemente unterschiedliche Profile in verschiedenen Teilen der Konstruktion verwendet.
Die Schwankungen beim Schwerpunkt der angehobenen Last, die ungefähr 1,0 m betrugen, wurden durch zwei verschiedene Befestigungsklemmen am Querträger für den Doppelhaken des Krans gelöst. Der Schwerpunkt des Querträgers selbst musste so verschoben werden, dass er immer mit dem Haken und dem Schwerpunkt des Körpers übereinstimmte. Das wurde mit einem Gegengewicht von etwa 250 kg gelöst, das an einem Ende des Querträgers befestigt werden konnte.
Die Stabilität des ganzen aufgehängten Systems aus Querträger und Karosserie musste auch überprüft werden. Der Querträger wog 2.600 kg, war 20,7 m lang, 2,5 m breit und 2,35 m hoch.